Bonn, 09. März 2026. Aktuelle weltpolitische Verwerfungen erweitern den Gestaltungsspielraum der Volksrepublik – und verlangen eine intensivere Auseinandersetzung mit China.
Für die Volksrepublik China ist bei Weitem nicht alles rosig. Die Krise des chinesischen Immobilienmarkts klingt nicht ab, die Binnennachfrage schwächelt und eine rapide alternde Bevölkerung bereitet der Regierung in Peking Kopfzerbrechen. International fordern die volatile Zollpolitik der US-Regierung und Spannungen zwischen den Großmächten die chinesische Wirtschaft heraus. Trotz einiger Trümpfe – Stichwort seltene Erden – hätten exportabhängige Sektoren bei einem eskalierenden Handelskrieg viel zu verlieren. Gerade erst wurde im Nationalen Volkskongress das niedrigste Wachstumsziel der letzten 30 Jahre ausgegeben.
Weltpolitisch jedoch könnte es für die Volksrepublik momentan kaum besser laufen. Während sich die Weltöffentlichkeit mit Russlands Krieg gegen die Ukraine oder den US-Militärschlägen gegen Iran beschäftigt, betont China die zentrale Rolle der Vereinten Nationen für eine stabile internationale Zusammenarbeit. Verglichen mit Donald Trumps oder Wladimir Putins Feldzug gegen zentrale Prinzipien der Nachkriegsordnung erscheint Xi Jinpings China als multilateraler Musterschüler. Chinas Nähe zu Moskau ist dabei für viele kein Grund, der Volksrepublik Vorwürfe zu machen. Während in westlichen Staaten erst seit Kurzem der Wegfall der USA als Sicherheitsgarant debattiert wird, kritisiert China schon lange die hegemoniale Rolle der US-Regierung. Für die Volksrepublik soll eine reformierte Weltordnung vor allem eines sein: weniger abhängig von Washington und damit stärker ausgerichtet auf Pekings Interessen.
Internationale Zusammenarbeit chinesischer PrägungChina unterstreicht dabei, dass es selbst keine hegemoniale Kontrolle anstrebt – auch, weil die Durchsetzung von Hegemonie zu viele Ressourcen beanspruchen würde. Für die chinesische Regierung ist das Überleben des eigenen Regimes im Einparteienstaat von übergeordneter Bedeutung. Statt die Rolle des angeblichen Weltpolizisten von den USA zu übernehmen, strebt Peking eine stärkere – durchaus von China dominierte – weltweite Vernetzung an. Ein zentraler Hebel dabei ist Chinas Position als primus inter pares in der heterogenen Gruppe der „Entwicklungsländer“, die den Großteil der Weltbevölkerung stellen. Wirtschaftliche Verflechtung, Entwicklungszusammenarbeit sowie rhetorische Unterstützung für Belange des Globalen Südens sind dabei zentrale Instrumente in Chinas Werkzeugkasten.
Auf multilateraler Ebene zielen chinesische Reformvorstellungen nicht nur auf Machtverschiebung, sondern auch auf Veränderungen in prozeduralen und normativen Logiken. Die UN, wie China sie sich vorstellt, soll weniger von einer multilateralen Bürokratie und mehr von zwischenstaatlichen Entscheidungen geprägt werden. Teilweise überlappt sich das mit Präferenzen in Moskau und Washington. Normativ positioniert sich China dabei in Opposition zu einem guten Teil liberaler Agenden. Statt zivile und politische Rechte von Individuen zu stärken, versucht China, das kollektiv gedachte Recht auf Entwicklung ins Zentrum globaler Menschenrechtsdiskurse zu stellen. Anstelle einer Schutzverantwortung der internationalen Gemeinschaft sieht Peking die Nichteinmischung in interne Angelegenheiten als Grundlogik multilateraler Zusammenarbeit. Vom Umgang mit Protestierenden in Hongkong bis zur „Wiedervereinigung“ mit Taiwan gibt es eine Reihe von Anliegen, bei denen die Volksrepublik freie Hand haben möchte.
China als komplexes GegenüberInsgesamt erweitert die Disruption der lange von den USA dominierten Weltordnung den Raum, in dem China seine Präferenzen und Reformvorschläge positionieren kann. Ungeachtet aller Diskrepanzen hat dadurch auch für Europa die längerfristige Relevanz der Volksrepublik zugenommen. Erst Ende Februar meldete das Statistische Bundesamt, dass das Handelsvolumen der Bundesrepublik mit den USA im Jahr 2025 um fünf Prozent zurückgegangen und China wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner ist.
Trotz der in vielerlei Hinsicht nachvollziehbaren Tendenz europäischer Regierungen, Peking als systemischen Rivalen zu sehen, werden so – wie schon jüngst bei Friedrich Merz‘ Chinareise – auch die Konturen Chinas als potentiellem Partner wieder stärker in den Blick genommen werden. Das verlangt nach einer differenzierten Herangehensweise, die Detailwissen mit strategischer Klugheit verbindet. Bei der viel beschworenen Chinakompetenz, die in Deutschland oft zu wünschen übriglässt, geht es nicht nur um das Erlernen der chinesischen Sprache. Es geht auch um eine breitere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit China als Land und der chinesischen Regierung als globalem Akteur.
Vor diesem Hintergrund muss der traditionelle Fokus auf die politische, wirtschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung mit den USA dringend erweitert werden. Sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern, die sich nach wie vor als Teil des Westens sehen, scheint aktuell breiter Konsens zu herrschen, dass eine Neujustierung der internationalen Beziehungen vonnöten ist. China als komplexes Gegenüber sollte dabei einen zentralen Platz einnehmen. Das bedeutet, auch atypische Dialogformate auszubauen, Expertise in Forschung und Verwaltung zu bündeln und schon im Schulkontext der Beschäftigung mit China genug Platz einzuräumen. Und es bedeutet, durch konkrete Begegnungen mit Chines*innen eine Idee von der Vielfalt chinesischer Realitäten zu bekommen, die auch jenseits des Einparteienstaats und ungleicher Handelsbeziehungen Anknüpfungspunkte für ein kritisches globales Miteinander bieten können.
Bonn, 09. März 2026. Aktuelle weltpolitische Verwerfungen erweitern den Gestaltungsspielraum der Volksrepublik – und verlangen eine intensivere Auseinandersetzung mit China.
Für die Volksrepublik China ist bei Weitem nicht alles rosig. Die Krise des chinesischen Immobilienmarkts klingt nicht ab, die Binnennachfrage schwächelt und eine rapide alternde Bevölkerung bereitet der Regierung in Peking Kopfzerbrechen. International fordern die volatile Zollpolitik der US-Regierung und Spannungen zwischen den Großmächten die chinesische Wirtschaft heraus. Trotz einiger Trümpfe – Stichwort seltene Erden – hätten exportabhängige Sektoren bei einem eskalierenden Handelskrieg viel zu verlieren. Gerade erst wurde im Nationalen Volkskongress das niedrigste Wachstumsziel der letzten 30 Jahre ausgegeben.
Weltpolitisch jedoch könnte es für die Volksrepublik momentan kaum besser laufen. Während sich die Weltöffentlichkeit mit Russlands Krieg gegen die Ukraine oder den US-Militärschlägen gegen Iran beschäftigt, betont China die zentrale Rolle der Vereinten Nationen für eine stabile internationale Zusammenarbeit. Verglichen mit Donald Trumps oder Wladimir Putins Feldzug gegen zentrale Prinzipien der Nachkriegsordnung erscheint Xi Jinpings China als multilateraler Musterschüler. Chinas Nähe zu Moskau ist dabei für viele kein Grund, der Volksrepublik Vorwürfe zu machen. Während in westlichen Staaten erst seit Kurzem der Wegfall der USA als Sicherheitsgarant debattiert wird, kritisiert China schon lange die hegemoniale Rolle der US-Regierung. Für die Volksrepublik soll eine reformierte Weltordnung vor allem eines sein: weniger abhängig von Washington und damit stärker ausgerichtet auf Pekings Interessen.
Internationale Zusammenarbeit chinesischer PrägungChina unterstreicht dabei, dass es selbst keine hegemoniale Kontrolle anstrebt – auch, weil die Durchsetzung von Hegemonie zu viele Ressourcen beanspruchen würde. Für die chinesische Regierung ist das Überleben des eigenen Regimes im Einparteienstaat von übergeordneter Bedeutung. Statt die Rolle des angeblichen Weltpolizisten von den USA zu übernehmen, strebt Peking eine stärkere – durchaus von China dominierte – weltweite Vernetzung an. Ein zentraler Hebel dabei ist Chinas Position als primus inter pares in der heterogenen Gruppe der „Entwicklungsländer“, die den Großteil der Weltbevölkerung stellen. Wirtschaftliche Verflechtung, Entwicklungszusammenarbeit sowie rhetorische Unterstützung für Belange des Globalen Südens sind dabei zentrale Instrumente in Chinas Werkzeugkasten.
Auf multilateraler Ebene zielen chinesische Reformvorstellungen nicht nur auf Machtverschiebung, sondern auch auf Veränderungen in prozeduralen und normativen Logiken. Die UN, wie China sie sich vorstellt, soll weniger von einer multilateralen Bürokratie und mehr von zwischenstaatlichen Entscheidungen geprägt werden. Teilweise überlappt sich das mit Präferenzen in Moskau und Washington. Normativ positioniert sich China dabei in Opposition zu einem guten Teil liberaler Agenden. Statt zivile und politische Rechte von Individuen zu stärken, versucht China, das kollektiv gedachte Recht auf Entwicklung ins Zentrum globaler Menschenrechtsdiskurse zu stellen. Anstelle einer Schutzverantwortung der internationalen Gemeinschaft sieht Peking die Nichteinmischung in interne Angelegenheiten als Grundlogik multilateraler Zusammenarbeit. Vom Umgang mit Protestierenden in Hongkong bis zur „Wiedervereinigung“ mit Taiwan gibt es eine Reihe von Anliegen, bei denen die Volksrepublik freie Hand haben möchte.
China als komplexes GegenüberInsgesamt erweitert die Disruption der lange von den USA dominierten Weltordnung den Raum, in dem China seine Präferenzen und Reformvorschläge positionieren kann. Ungeachtet aller Diskrepanzen hat dadurch auch für Europa die längerfristige Relevanz der Volksrepublik zugenommen. Erst Ende Februar meldete das Statistische Bundesamt, dass das Handelsvolumen der Bundesrepublik mit den USA im Jahr 2025 um fünf Prozent zurückgegangen und China wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner ist.
Trotz der in vielerlei Hinsicht nachvollziehbaren Tendenz europäischer Regierungen, Peking als systemischen Rivalen zu sehen, werden so – wie schon jüngst bei Friedrich Merz‘ Chinareise – auch die Konturen Chinas als potentiellem Partner wieder stärker in den Blick genommen werden. Das verlangt nach einer differenzierten Herangehensweise, die Detailwissen mit strategischer Klugheit verbindet. Bei der viel beschworenen Chinakompetenz, die in Deutschland oft zu wünschen übriglässt, geht es nicht nur um das Erlernen der chinesischen Sprache. Es geht auch um eine breitere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit China als Land und der chinesischen Regierung als globalem Akteur.
Vor diesem Hintergrund muss der traditionelle Fokus auf die politische, wirtschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung mit den USA dringend erweitert werden. Sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern, die sich nach wie vor als Teil des Westens sehen, scheint aktuell breiter Konsens zu herrschen, dass eine Neujustierung der internationalen Beziehungen vonnöten ist. China als komplexes Gegenüber sollte dabei einen zentralen Platz einnehmen. Das bedeutet, auch atypische Dialogformate auszubauen, Expertise in Forschung und Verwaltung zu bündeln und schon im Schulkontext der Beschäftigung mit China genug Platz einzuräumen. Und es bedeutet, durch konkrete Begegnungen mit Chines*innen eine Idee von der Vielfalt chinesischer Realitäten zu bekommen, die auch jenseits des Einparteienstaats und ungleicher Handelsbeziehungen Anknüpfungspunkte für ein kritisches globales Miteinander bieten können.
Bonn, 09. März 2026. Aktuelle weltpolitische Verwerfungen erweitern den Gestaltungsspielraum der Volksrepublik – und verlangen eine intensivere Auseinandersetzung mit China.
Für die Volksrepublik China ist bei Weitem nicht alles rosig. Die Krise des chinesischen Immobilienmarkts klingt nicht ab, die Binnennachfrage schwächelt und eine rapide alternde Bevölkerung bereitet der Regierung in Peking Kopfzerbrechen. International fordern die volatile Zollpolitik der US-Regierung und Spannungen zwischen den Großmächten die chinesische Wirtschaft heraus. Trotz einiger Trümpfe – Stichwort seltene Erden – hätten exportabhängige Sektoren bei einem eskalierenden Handelskrieg viel zu verlieren. Gerade erst wurde im Nationalen Volkskongress das niedrigste Wachstumsziel der letzten 30 Jahre ausgegeben.
Weltpolitisch jedoch könnte es für die Volksrepublik momentan kaum besser laufen. Während sich die Weltöffentlichkeit mit Russlands Krieg gegen die Ukraine oder den US-Militärschlägen gegen Iran beschäftigt, betont China die zentrale Rolle der Vereinten Nationen für eine stabile internationale Zusammenarbeit. Verglichen mit Donald Trumps oder Wladimir Putins Feldzug gegen zentrale Prinzipien der Nachkriegsordnung erscheint Xi Jinpings China als multilateraler Musterschüler. Chinas Nähe zu Moskau ist dabei für viele kein Grund, der Volksrepublik Vorwürfe zu machen. Während in westlichen Staaten erst seit Kurzem der Wegfall der USA als Sicherheitsgarant debattiert wird, kritisiert China schon lange die hegemoniale Rolle der US-Regierung. Für die Volksrepublik soll eine reformierte Weltordnung vor allem eines sein: weniger abhängig von Washington und damit stärker ausgerichtet auf Pekings Interessen.
Internationale Zusammenarbeit chinesischer PrägungChina unterstreicht dabei, dass es selbst keine hegemoniale Kontrolle anstrebt – auch, weil die Durchsetzung von Hegemonie zu viele Ressourcen beanspruchen würde. Für die chinesische Regierung ist das Überleben des eigenen Regimes im Einparteienstaat von übergeordneter Bedeutung. Statt die Rolle des angeblichen Weltpolizisten von den USA zu übernehmen, strebt Peking eine stärkere – durchaus von China dominierte – weltweite Vernetzung an. Ein zentraler Hebel dabei ist Chinas Position als primus inter pares in der heterogenen Gruppe der „Entwicklungsländer“, die den Großteil der Weltbevölkerung stellen. Wirtschaftliche Verflechtung, Entwicklungszusammenarbeit sowie rhetorische Unterstützung für Belange des Globalen Südens sind dabei zentrale Instrumente in Chinas Werkzeugkasten.
Auf multilateraler Ebene zielen chinesische Reformvorstellungen nicht nur auf Machtverschiebung, sondern auch auf Veränderungen in prozeduralen und normativen Logiken. Die UN, wie China sie sich vorstellt, soll weniger von einer multilateralen Bürokratie und mehr von zwischenstaatlichen Entscheidungen geprägt werden. Teilweise überlappt sich das mit Präferenzen in Moskau und Washington. Normativ positioniert sich China dabei in Opposition zu einem guten Teil liberaler Agenden. Statt zivile und politische Rechte von Individuen zu stärken, versucht China, das kollektiv gedachte Recht auf Entwicklung ins Zentrum globaler Menschenrechtsdiskurse zu stellen. Anstelle einer Schutzverantwortung der internationalen Gemeinschaft sieht Peking die Nichteinmischung in interne Angelegenheiten als Grundlogik multilateraler Zusammenarbeit. Vom Umgang mit Protestierenden in Hongkong bis zur „Wiedervereinigung“ mit Taiwan gibt es eine Reihe von Anliegen, bei denen die Volksrepublik freie Hand haben möchte.
China als komplexes GegenüberInsgesamt erweitert die Disruption der lange von den USA dominierten Weltordnung den Raum, in dem China seine Präferenzen und Reformvorschläge positionieren kann. Ungeachtet aller Diskrepanzen hat dadurch auch für Europa die längerfristige Relevanz der Volksrepublik zugenommen. Erst Ende Februar meldete das Statistische Bundesamt, dass das Handelsvolumen der Bundesrepublik mit den USA im Jahr 2025 um fünf Prozent zurückgegangen und China wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner ist.
Trotz der in vielerlei Hinsicht nachvollziehbaren Tendenz europäischer Regierungen, Peking als systemischen Rivalen zu sehen, werden so – wie schon jüngst bei Friedrich Merz‘ Chinareise – auch die Konturen Chinas als potentiellem Partner wieder stärker in den Blick genommen werden. Das verlangt nach einer differenzierten Herangehensweise, die Detailwissen mit strategischer Klugheit verbindet. Bei der viel beschworenen Chinakompetenz, die in Deutschland oft zu wünschen übriglässt, geht es nicht nur um das Erlernen der chinesischen Sprache. Es geht auch um eine breitere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit China als Land und der chinesischen Regierung als globalem Akteur.
Vor diesem Hintergrund muss der traditionelle Fokus auf die politische, wirtschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung mit den USA dringend erweitert werden. Sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern, die sich nach wie vor als Teil des Westens sehen, scheint aktuell breiter Konsens zu herrschen, dass eine Neujustierung der internationalen Beziehungen vonnöten ist. China als komplexes Gegenüber sollte dabei einen zentralen Platz einnehmen. Das bedeutet, auch atypische Dialogformate auszubauen, Expertise in Forschung und Verwaltung zu bündeln und schon im Schulkontext der Beschäftigung mit China genug Platz einzuräumen. Und es bedeutet, durch konkrete Begegnungen mit Chines*innen eine Idee von der Vielfalt chinesischer Realitäten zu bekommen, die auch jenseits des Einparteienstaats und ungleicher Handelsbeziehungen Anknüpfungspunkte für ein kritisches globales Miteinander bieten können.
La Serbie et le Kosovo se réarment dans le contexte d'un changement plus général de la politique européenne en matière de défense.
The post Le réarmement de l’UE met à l’épreuve la stabilité et la confiance dans les Balkans occidentaux appeared first on Euractiv FR.
Le service roumain de Radio Free Europe/Radio Liberty va cesser d'émettre le 31 mars, comme le service bulgare. En cause, la coup des crédits de l'USAGM, décidée par l'administration Trump. Europa Liberă jouait pourtant un rôle crucial dans un paysage médiatique roumain de plus en plus chaotique.
- Articles / USA Balkans, Europa Liberă România, Médias indépendants, Bulgarie, Roumanie, MédiasÉgalement dans l'édition de lundi : l'ambassadeur israélien, Chypre, les discours de von der Leyen, les hubs de retour.
The post Les socialistes surfent sur la vague anti-guerre appeared first on Euractiv FR.
Privatisation, bétonisation, business de sous-location du mobilier de plage... Les plages monténégrines sont de plus en plus un luxe réservé aux riches.
- Articles / Monitor (Monténégro), Monténégro, EnvironnementOn 3 March 2026, at a public school in Mount Lebanon, UNICEF team is on the ground providing emergency supplies including mattresses, blankets, water, hygiene, baby and dignity kits UNICEF and other UN humanitarian agencies have begun mobilizing aid and emergency supplies to families in Lebanon and across the Middle East region. Credit: UNICEF/Fouad Choufany
By Naureen Hossain
UNITED NATIONS, Mar 6 2026 (IPS)
As military fighting breaks out across the Middle East with increasing frequency and intensity, the United Nations promises to ramp up its humanitarian response on the ground.
Armed attacks have been ongoing since February 28 when the United States and Israel launched airstrikes on Iran, who retaliated with their own airstrikes on Israel and Arab Gulf states, including the United Arab Emirates, Bahrain, Oman, Qatar and Kuwait. Since then, military strikes have continued between these states, and the fighting has only exacerbated tensions in neighboring states. In Lebanon, military skirmishes have broken out between the Israeli Defense Force (IDF) and Hezbollah, which has led to a spike in internal displacements.
According to the UN Refugee Agency (UNHCR), more than 330,000 people have been forcibly displaced in the last few days, mostly within their own countries. In Lebanon, nearly 84,000 people are seeking shelter in 400 collective sites. Within Iran, more than 1.6 million refugees, most from Afghanistan, have been forcibly displaced. Fighting along the border between Afghanistan and Pakistan has led to the displacement of nearly 118,000 people in both countries.
These overlapping crises within one region marks what UN Under Secretary-General for Humanitarian Affairs called a “moment of great peril”, and an example of “increased linkages” between these humanitarian crises. Fletcher called for a de-escalation and an immediate end to the fighting, and for diplomatic dialogue and peaceful negotiation to resume, including between the parties involved.
Fletcher briefed reporters on Friday on the situation in the Middle East, announcing that the Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) is “fully mobilized” across the region, preparing humanitarian teams and supplies into the affected areas. They have begun distributing food, aid and shelter to thousands of affected civilians across the region.
UN Under Secretary-General for Humanitarian Affairs Tom Fletcher briefs reporters in New York on the situation in the Middle East. Credit: UN Web TV
Fletcher warned that as this war within the Middle East continued, there would be far-reaching consequences. “War doesn’t stay neatly within borders or on desktop military plans,” he said., referring to the impact on the global market and supply chains as the war disrupts access to commercial goods and energy sources. Of note, the Strait of Hormuz, a maritime corridor that borders Iran and a strategic route for oil and natural gas exports, has seen a near-total halt of traffic due to strikes in and around the channel, causing the global prices of gas and oil to surge. Fletcher warned that this will put greater strain on public services, food prices and even constrain humanitarian operations.
As humanitarian resources and global attention is drawn to the Middle East, Fletcher also raised concerns that this will divert attention away from other humanitarian crises in areas like the Democratic Republic of Congo, Sudan, South Sudan and Ukraine, among others.
Humanitarian actors are scaling their response to the countries affected by the conflicts, notably in Iran. Since February 28, there have been over 1000 reported instances of damage to civilian infrastructure, and close to 1600 people have been injured or killed in the airstrikes.
The military strikes already have reported children among the casualties thus far. In Iran, about 180 children have been killed in airstrikes while they were in school, according to UNICEF. In a statement issued on March 5, they warned that such casualties stand as a “stark reminder of the brutality of war and violence” on children that affects families and generations thereafter. In Lebanon, since the escalation of hostilities seven children have been killed and 38 have been injured.
The conflict has also complicated humanitarian operations and essential supply routes. Ongoing missile airstrikes in the region have disrupted airspace. As other sources have reported, this has forced many commercial flights to be postponed or canceled as some countries in the region have closed their airspace. For humanitarian operations, airspace closure and security restrictions have affected the movement of supplies and personnel. On this, Fletcher noted that OCHA has already pre-positioned supplies and identified alternate routes to send supplies through.
“Humanitarian action is always harder in times of war, but this is of course when it is most needed,” said Fletcher. “…The humanitarian movement will, once again, meet this moment. We’ll continue to serve those who need us.”
This most recent conflict already risks moving beyond the borders of the Middle East. Reports have emerged from Türkiye of an Iranian missile heading into Turkish airspace that was then destroyed by NATO forces, and Azerbaijan has accused Iranian drones of attacking an airport building in the exclave of Nakhchivan.
“It is critical that this conflict does not extend even further into new areas and into bringing new countries into this conflict,” UN Spokesperson Stéphane Dujarric said on Friday.
UN Secretary-General António Guterres posted on X (formerly Twitter) to warn the attacks in the Middle East are causing “tremendous suffering and harm to civilians throughout the region”, and that the situation “could spiral beyond anyone’s control”. “It is time to stop the fighting and get to serious diplomatic negotiations. The stakes could not be higher.”
IPS UN Bureau Report
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Bula Central School in Bula, Camarines Sur, Philippines, remain flooded a week after Tropical Storm Trami brought heavy rains and strong winds to much of the country in 2024. Extreme weather patterns such as this illustrate the type of intensified climate risks associated with warming oceans and shifting climate patterns. Credit: UNICEF/Martin San Diego.
By Oritro Karim
UNITED NATIONS, Mar 6 2026 (IPS)
Earlier this week World Meteorological Organization (WMO) announced that the weakening conditions of La Niña conditions are beginning to fade, with climate conditions transitioning toward ENSO-neutral —a phase in which neither El Niño nor La Niña is present and oceanic and atmospheric conditions in the tropical Pacific remain near average. The agency noted that this shift could lead to the development of El Niño later in the year, a pattern typically associated with rising global temperatures and an increased risk of extreme weather events worldwide.
Although these forecasts carry a degree of uncertainty— particularly during the boreal spring, when the well-known “spring predictability barrier” temporarily reduces the accuracy of ENSO predictions — they remain crucial for global climate preparedness measures. Early warnings of shifts between El Niño, La Niña, and neutral conditions give governments, industries, and humanitarian organizations essential time to prepare for disasters.
By informing disaster planning, protecting critical infrastructure, and guiding responses for climate-sensitive communities, these forecasts can help reduce damage, strengthen resilience, and potentially save millions of dollars in economic losses from extreme weather patterns.
“The WMO community will be carefully monitoring conditions in the coming months to inform decision-making,” said WMO Secretary-General Celeste Saulo, noting that the most recent El Niño event in 2023-2024 was one of the five strongest on record, contributing to the record-breaking global temperatures observed in 2024.
“Seasonal forecasts for El Niño and La Niña help us avert millions of dollars in economic losses and are essential planning tools for climate-sensitive sectors like agriculture, health, energy, and water management,” Saulo added. “They are also a key part of the climate intelligence provided by WMO to support humanitarian operations and disaster risk management, and thus save lives.”
According to forecasts from the WMO Global Producing Centres, there is a 60 percent chance that ENSO-neutral conditions will persist from March through May. From April to June, the likelihood of El Niño developing increases to approximately 70 percent. By May through July, the likelihood of ENSO-neutral conditions drops to around 60 percent, while the chance of El Niño rises to roughly 40 percent.
These projections suggest that global ocean temperatures will likely continue to rise as the year progresses, signaling a need for resilient climate-monitoring and preparatory efforts, particularly for the highly vulnerable populations in coastal regions in the Asia-Pacific.
“When El Niño develops, we’re likely to set a new global temperature record,” said climate scientist Jennifer Francis of the Woodwell Climate Research Center. “‘Normal” was left in the dust decades ago. And with this much heat in the system, everyone should buckle up for the extreme weather it will fuel.”
El Niño and La Niña are primarily driven by fluctuations in ocean and surrounding atmospheric conditions in the tropical Pacific region, with their impacts being exacerbated by human-induced climate change. Rising global temperatures have been found to amplify the frequency and severity of extreme weather events associated with these oscillations, including extensive droughts, prolonged monsoons, devastating floods, stronger tropical cyclones, heatwaves, and wildfires.
These shifts disrupt seasonal rainfall and temperature patterns, leading to biodiversity loss and widespread ecosystem degradation. Immediate consequences include growing food insecurity driven by declining crop yields and collapsing fisheries, along with heightened risks to human health, livelihoods, water security, and broader economic stability.
“El Niño is typically associated with increased rainfall triggering flooding in the Horn of Africa and the southern United States of America, and unusually dry and warm conditions in South East Asia, Australia and southern Africa,” explained José Álvaro Silva, a climate expert for WMO.
“In the past, it has exacerbated drought in northern South America and has also contributed to drier and warmer conditions in parts of southern Africa. Each El Niño event is unique in terms of magnitude, spatial pattern, temporal evolution and impacts,” Silvo told an IPS correspondent. “The impacts of the 2023-2024 El Nino combined with human-induced climate change, have largely contributed to the extreme heat across the planet…Sea surface temperatures and ocean heat were at record levels – even in areas not typically affected by El Niño. There were widespread marine heatwaves and coral bleaching.”
A joint study led by Professor Benjamin Horton, Dean of the School of Energy and Environment at City University of Hong Kong, in collaboration with researchers from Nanyang Technological University in Singapore, published in January, examined the long-term impacts of El Niño on human health. Titled Enduring Impacts of El Niño on Life Expectancy in Past and Future Climates, the study drew upon roughly six decades of findings from ten Pacific Rim countries, including the United States, Japan, Hong Kong, Singapore, and Australia.
The study found that intensifying El Niño periods are having increasingly detrimental effects on human mortality rates and life expectancy, having notably increased over the past several years. Researchers found a strong correlation between gradually hotter El Niño events and infectious diseases, cardiovascular and respiratory illnesses, with children and the elderly facing heightened risks. The study also found a direct correlation between hotter El Niño periods and disruptions to healthcare systems as a result of infrastructure damage, which greatly compounds public health challenges.
Historically, the two strongest El Niño events on record — 1982-1983 and 1997-1998 — were linked with lowered life expectancy of approximately a year and one-third of a year, respectively, equivalent to economic losses of roughly USD 2.6 trillion and USD 4.7 trillion. In Hong Kong alone, the 1982-83 event resulted in an estimated 0.6 year decline in life expectancy and economic losses of nearly USD 15 billion, while the 1997-98 event resulted in a 0.4 year reduction and losses exceeding USD 5.8 billion.
Horton warned that intensifying El Niño events could reduce life expectancy across these regions by up to 2.8 years and generate cumulative losses of approximately $35 trillion by 2100. While the study does not provide region-level projections, current trends suggest that Hong Kong alone could face economic losses between USD 250 billion and USD 300 billion over the course of the century.
“El Niño is predictable,” Professor Horton said. “So, with the right planning, we can reduce its impacts. To mitigate El Niño events, countries and regions need strong early-warning systems, heat-health action plans, better water management, and protection for workers exposed to extreme heat. They also need resilient infrastructure, smarter agriculture that can cope with heatwaves, droughts, and heavy rainfall, and public health systems that are prepared for spikes in disease and pollution.”
IPS UN Bureau Report
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